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von CéliNico » 17. November 2009, 18:33
Hier nochmals die Rückseite des Buches. Das Foto kann man leider nicht gut entziffern.
Eine Mutter erzählt
Immer wieder erscheinen eindrückliche und erschütternde Tatsachen im Verlag Reinhold Liebig aus Frauenfeld. So auch die Erzählung einer Berner Mutter mit zwei Kindern, die beide sogenannte PCH-2-Kinder sind. Die «Pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2» ist eine Diagnose, die Eltern erschüttert; wie es sein muss, auch das zweite Kind mit dieser Erkrankung zu wissen, kann man sich kaum vorstellen.
Céline und Nicola, um die es hier geht, sind heute schon siebeneinhalb und sechs Jahre alt. Ihre Mutter hat ihr Leben voll und ganz auf die Krankheit ihrer Kinder umgestellt. Doch sie umsorgt sie nicht nur, sondern kümmert sich auch darum, dass ihre Kinder gefördert werden,
wo und wie es nur geht. Doch bei aller Unterstützung, die ihr durch Familie und Freunde zuteil wird, öffentliche Einrichtungen erleichtern dieser Mutter nicht immer das Leben, sie erschweren es tragischerweise auch.
Ihr sehr persönliches Tagebuch lässt einen sehr intimen Einblick in das Leben mit einer solchen Belastung wieder. Die Autorin zeigt auch die Freude, die sie empfindet, wenn ihre Kinder lächeln, wenn sie etwas erlernen, wenn sie ein wenig zeigen können, dass es ihnen
gut geht. Doch sie schreibt auch von den anstrengenden Nächten, der Hilflosigkeit bei sich wiederholenden epileptischen Anfällen oder zahllosen Infekten.
Das Buch von Daniela Kolb müssen Sie gelesen haben, um die Tragik einer Mutter zu erfassen, welcher mit ihren beiden Kindern eine schwere Aufgabe übergeben wurde.
ISBN 978-3-9523569-5-1